BuchClub 
Bücher über Themen der Deutschen Luftwaffe gibt es unendlich viele. Aber nicht alle haben sich aus meiner Einschätzung über die Jahre auch als nützlich erwiesen. Deswegen erlaube ich mir einige Bücher zu empfehlen, die aus der Menge herausragen.      Ich bin mir bewußt, dass jüngere Lesers etliche dieser Bücher nicht kennen werden. Deswegen ist es umso wichtiger, an einige Standardwerke zu erinnern. Sehr viele davon sind ältere aber lohnende Jahrgänge, die sicher über Internet-Börsen mit Kleinanzeigen, Internetseiten von Antiquariaten oder direkt bei einem Antiquariat-Geschäft in der Nähe zu besorgen sind. Noch einmal sei betont: Es handelt sich um meine persönliche Auswahl. Uwe W. Jack
Wilhelm Hellmold Die V1 - Eine Dokumentation 1988 344Seiten, zahlreiche Abbildungen 150 x 230 mm Bis zur Veröffentlichung von Hellmolds V-1-Buch wurde das Thema ausschließlich von englischsprachigen Autoren bearbeitet. In Deutschland waren eher populäre Artikel zu finden. Hellmold widmed sich der technischen Seite und bringt zahlreiche Zeichnungen aus dem Handbuch der Fieseler Fi 103. Dabei enthält er sich jedweder Dramatisierung, die sonst in Deutschland die Schilderung der V-Waffen dominiert hat. Immer noch ein wichtiger Beitrag zur V-1!
Ian V. Hogg German Secret Weapons of the Second World War 1999 - in englischer Sprache 223 Seiten - einige Abbildungen 150 x 240 mm Endlich ein Buch, welches sich bei den deutschen Geheimwaffen nicht nur mit den “üblichen Verdächtigen” zufrieden gibt. Auch verfügt der Autor über technisches Gespühr. Dies macht den Hogg zu einer Empfehlung. Im Anhang bringt der Autor eine Liste der wichtigsten deutschen Rüstungsfirmen und welche Entwicklungen von diesen kamen - sehr ungewöhnlich! Ein Glossar der deutschen Tarnbezeichnungen und ein Register mit Stichworten schließen dieses lesenswerte Buch ab.
Diverse Autoren Verschiedene militärische Themen 1970 - 1975 64 Seiten - zahlreiche Abbildungen 220 x 300 mm Wer sich die Frage stellt, wie man jugendliche Leser für ein Thema begeistert, sollte sich diese Heftreihe als  Vorbild nehmen. Farbenfrohe Zeichnungen, Schnittdarstellungen mit Erklärungen der Technik, gemischt mit einigen historischen Fotos und kurzen Texten sind die Zutaten für diese erfolgreiche Heftreihe. In den frühen 1970er-Jahren schafften es die Hefte irgendwie in einen Berliner Bahnhofskiosk der auf meinem Arbeitsweg lag. Der damalige Preis von 60 Pence entspricht heute etwa 8,00 Euro. Nicht nur für Sammler ist ein Heft jeden Cent wert!
Kenneth A. Merrick Messerschmitt Me 262 2 Teile 1972 je 24 Seiten - zahlreiche Abbildungen 165 x 250 mm   Bei dem legendären Kookaburra-Verlag verdiente sich Kenneth A. Merrick mit diesem Zweiteiler seine ersten Sporen. Qualitativ weit über den zeitgleichen “Profile”- Heften, setzte Merrick hier bei der Beschreibung der Me 262 Maßstäbe mit guten Zeichnungen und den Farbrissen auf dem Rücktitel. Auch wenn der Autor mit den “gelben” Lufteinläufen der Jumo 004 viel Unheil angerichtet hat, nehme ich die beiden Hefte immer wieder gern zur Hand.
Brian Ford German Secret Weapons - Blueprint for Mars 1969 (D: 1978) 160 (D: 190) Seiten - zahlreiche Abbildungen 135 x 210 (D: 115 x 180) mm   Wenn es bei Büchern so etwas gibt wie Unsterbliche, dann trifft dies für Fords “Secret Weapons” zu. Ich weiß nicht, in wievielen Varianten und Sprachen ich den Ford schon in der Hand gehalten habe. Dabei muss man dem Autor bescheinigen, ein auch heute noch lesbares und fast ausnahmslos zutreffendes Buch über die deutschen Geheimwaffen geschrieben zu haben. Für den schnellen Überblick über das Thema ist der Ford immernoch geeignet. Mal sehen, wann die nächste Neuauflage erscheint…
Diese Reihe wird fortgesetzt 
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